Neue Spieler ergeben noch keine neue Mannschaft. Der HSV unterliegt Hannover 96 mit 0:2 (0:2)

Er hat es also wirklich getan. HSV-Trainer Slomka hat gegen Hannover nicht nur zahlreiche neue Feldspieler eingesetzt, sondern auch einen Wechsel auf der Torhüter-Position vorgenommen. Jaroslav Drobny ersetzte  René Adler.

Dass Slomka im Vorfeld der Partie verbal auch den Druck auf  Adler erhöhte, konnte ich grundsätzlich nachvollziehen. Weder waren dessen Leistungen zuletzt derart überragend, dass man ihn von jeder Kritik ausklammern musste, noch funktionierte die Mannschaft des HSV. Und der Torhüter ist natürlich Teil dieser Mannschaft. So gesehen muss man einem Trainer zubilligen, dass er auch seinen Stammtorhüter nachdrücklich an die Gültigkeit des Leistungsprinzips erinnert, zumal wenn man einen Drobny als Alternative in seinem Kader weiß. Einerseits.

Andererseits sprachen m.E. gleich mehrere Argumente gegen einen Torwart-Wechsel – bei allem Respekt vor Drobny. Sicher, dieser hatte einen großen Anteil daran, dass der HSV die Relegation schadlos überstehen konnte. Aber gegen Köln hatte Adler seinen Kasten „sauber“ gehalten. Von den drei Gegentreffern gegen Paderborn mag ein Torhüter in Bestform den einen oder anderen verhindern – letztlich haben diese Niederlage m.M.n. jedoch  andere zu verantworten.

Es war ja vor der Partie bekannt, dass die Viererkette in der Abwehr durch den erstmaligen Einsatz von Cléber und Ostrzolek umgebaut werden würde. Schon aufgrund dieser Tatsache musste man damit rechnen, dass es in der Abwehr zu Abstimmungsproblemen kommen könnte. Das fragile Gebilde der Defensive dann auch noch durch den Einsatz eines neuen Torhüters zu belasten – mir erschließt sich dies auch mit einer Nacht des Überschlafens nicht. Auch wenn, das sei betont, Drobny zweifellos keine Schuld an der erneuten Niederlage in Hannover trifft.

Slomka äußerte in diesem Zusammenhang, er habe diese Entscheidung zunächst nur für diese eine Partie getroffen. Für mich verliert sie dadurch zusätzlich an Plausibilität. Denn Torhüter benötigen einen besonderen Rückhalt, damit sie gute Leistungen bringen können. Ein permanentes Wechselspiel auf dieser Position hat sich meines Wissens nach noch nie leistungsfördernd  ausgewirkt. Zumal es zudem die Feinabstimmung zwischen dem jeweiligen Torhüter und den Abwehrspielern zusätzlich erschwert. Wenn Slomka Drobny für dessen gute Trainingsleistungen belohnen wollte, dann hätte er dies durch dessen Einsatz im DFB-Pokal gegen die Bayern schon in Kürze ebenfalls zum Ausdruck bringen können. Vor allem hätte ein solcher Einsatz im Pokal nicht die mediale Aufmerksamkeit erregt, die den HSV nun unweigerlich die nächsten Wochen begleiten wird.

Diese ganze Angelegenheit ist auch nicht mit jenen Torhüterwechseln zu vergleichen, die Slomka auf seinen bisherigen Stationen vorgenommen hat. Denn anders als etwa Neuer seinerzeit bei Schalke, ist der gute Drobny kein Torwart mit Perspektive. Schon dessen chronische Knieprobleme sprechen für diese Annahme. Ich will nicht soweit gehen und hier von einem Fehler des Trainers schreiben. Möglicherweise gab es für ihn ja andere Gründe, die ihn zu dieser Entscheidung bewogen haben. Bei mir bleibt jedoch ein Unbehagen.

Auch einen Startelf-Einsatz von Nicolai Müller sah ich im Vorfeld der Partie kritisch. Hier fühle ich mich nachträglich bestätigt. Von einer großen, vergebenen  Torchance abgesehen, habe ich ihn jedenfalls kaum wahrgenommen. Dass Müller sich bestenfalls spielfähig, aber deutlich von seiner Bestform entfernt präsentieren würde, damit musste man aufgrund der Vorgeschichte rechnen. Auch ohne einen Müller (von Anfang an) standen bereits zahlreiche neue Spieler in der Startformation. Dass einer derart neu formierten Mannschaft die notwendigen Automatismen, die Abstimmung untereinander fehlen würde – auch das war zu erwarten. Aber wer aus dem Rathaus kommt…

Sei es, wie es sei. Slomka setzte auf folgende Aufstellung gegen Hannover 96: Drobny – Diekmeier, Djourou, Cléber, Ostrzolek (60. Jiracek) – Behrami (78. Arslan), Holtby, Green (46. Rudnevs), Müller, Stieber – Lasogga

Spiel: Hannover trat, wie von mir im Vorbericht als Variante bereits angedacht, mit Arthur Sobiech als zweiter Spitze neben Joselu in einem 4-4-2 an. Kiyotake rutschte aus dem Zentrum auf die linke offensive Außenbahn. Nur dass Albornoz Pander als Linksverteidiger ersetzen könnte, hatte ich bei meinen Gedankenspielen übersehen.

Beim HSV spielte Müller zentral-offensiv, da ja bekanntlich van der Vaart verletzungsbedingt ersetzt werden musste. Auf der rechten offensiven Außenbahn spielte erstmalig Green, während auf der anderen Seite Stieber den kurzfristig als verletzt gemeldeten Ilicevic ersetzen sollte.

Holtby, der wohl neben, bzw. leicht vor Behrami im Zentrum spielen sollte, also auf der s.g. sechs oder acht, spielte mindestens in der ersten Halbzeit tatsächlich mehr im Achter- oder Zehnerraum. So ähnelte die taktische Formation des HSV zeitweilig mehr einem 4-1-4-1, als einem 4-2-3-1 mit eindeutiger Doppel-Sechs, was sich aber möglicherweise auch auf den relativ frühen Rückstand zurückführen lässt.

Schon zu Beginn der Partie war zu spüren, dass auf Hamburger Seite eine vollkommen neu formierte Mannschaft auf dem Platz stand. Bevor sich diese Mannschaft auch nur ansatzweise finden konnte, hätte sie beinahe schon nach drei Minuten mit 0:2 zurückgelegen. Joselu verfehlte sowohl in der zweiten als auch in der dritten Minute bereits denkbar knapp das Tor.

So  dauerte es bis zur 13. Minute. Auf der rechten Hamburger Abwehrseite wurde auf Albornoz keinerlei Druck ausgeübt. Der bedankte sich mit einer guten Flanke in den HSV-Strafraum. Dort musste der eher kleingewachsenen Ostrzolek (1,78m) ins Kopfballduell gegen Andreasen (1,88m) und war wie zu erwarten chancenlos. Das 1:0 – unhaltbar für Drobny. Hier stimmte die komplette Zuordnung in der neu formierten HSV-Defensive nicht.

Nur elf Minuten später klaffte im defensiven Zentrum des HSV, sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr, erneut eine große Deckungslücke. Am Ende konnte Hannovers Sobiech den Ball in einem Gewühl über die Linie stochern. Das 2:0 in der 24. Minute, und einmal mehr Tristesse pur aus Sicht aller Hamburger.

Die größte Chance des HSV zu einem Treffer ergab sich in der 35. Minute: Erst verpasste Lasogga einen Querpass von Müller, dann wurde der folgende Schussversuch von Green geblockt. Den Nachschuss aus der Distanz setzte dann Holtby knapp neben das Tor von „96“.

Bemerkenswert fand ich noch eine Szene in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einem Foul von Bittencourt kam es zu einer Rudelbildung, bei der von Seiten des HSV Cléber und vor allem Hannovers Marcelo beteiligt waren. Die von Schiedsrichter Schmidt nachfolgend verhängte Gelbe Karte haben wohl die meisten Zuschauer daher Marcelo zugeordnet. Tatsächlich aber, wie sich später zur allgemeinen Verwunderung herausstellte, verwarnte Schmidt Bittencourt.

Slomka reagierte zur Pause auf den Zwei-Tore-Rückstand und brachte Rudnevs. Für ihn musste Green den Platz verlassen.

Kurz nach Wiederanpfiff stand plötzlich Müller allein vor Zieler, verfehlte aber mit seinem Schuss aus ca. 12 Metern knapp das Tor (47.). Was für eine Chance! Die kann, die muss man normalerweise nutzen.

Insgesamt wirkte das Spiel nun etwas ausgeglichener. Hannover war mit der deutlichen Führung im Rücken verständlicherweise nicht mehr gezwungen, konsequent offensiv zu spielen; bei der neu formierten HSV-Elf griffen nun die sprichwörtlichen Rädchen etwas besser in einander.

In der 63. Minute konnte Drobny mit einer  tollen Flugparade einen fulminanten Schuss von Hannovers Schulz gerade noch um den Pfosten drehen. Auf der Gegenseite flankte kurz darauf Stieber auf Rudnevs, der den schwer zu verarbeitenden Ball aber rechts neben Zielers Tor setzte (66.).

Es folgte Teil zwei der Gelbe-Karten-Konfusion. Als Marcelo in der 69. Minute den gelben Karton sah, da dachten wohl die meisten, dies sei bereits die zweite. Also gelb-rot und Platzverweis. Aber wie schon erwähnt, es war dann doch die erste Verwarnung. Marcelo blieb also auf dem Platz und Hannover vollzählig.

Den Schlusspunkt der Partie setzte Rudnevs für den HSV, der nach schöner Flanke von Holtby an die Querlatte des gegnerischen Gehäuses köpfte (90.). Leider sprang der Ball von dort klar vor die Torlinie, also kein Tor.

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart). Mit einigen strittigen Entscheidungen. Unverständliche Gelbe Karte gegen Bittencourt, als eigentlich Marcelo Gelb sehen muss. Die spätere Verwarnung für Marcelo hätte m.E. Gelb-Rot und Platzverweis zur Folge haben müssen.

Fazit: Der Sieg von Hannover 96 geht vollkommen in Ordnung, auch wenn der HSV die eine oder andere Gelegenheit zum Torerfolg besaß.

Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften bestand zunächst in der Tatsache, dass „96“ mit einer eingespielten und selbstbewussten Mannschaft antrat. Korkut setzte zuletzt auf eine klare Stammformation, die er lediglich moderat veränderte. Inbesondere der gesamte Defensivverbund, Torhüter, Abwehr und defensives Mittelfeld, spielte in den letzten Partien nahezu unverändert, aber auch Bittencourt und Joselu standen bislang in jeder Begegnung auf dem Platz. Es daher leicht nachvollziehbar, dass die Entwicklung der  Mannschaft Hannovers im Vergleich zum HSV deutlich fortgeschritten ist.

Beim HSV beginnt in meinen Augen mit dem Spiel in Hannover eine andere Zeitrechnung. Dass eine annähernd komplett neue  Mannschaft einige Zeit benötigt, damit sie sich als homogen funktionierende Einheit präsentiert, müsste im Grunde selbstverständlich sein. Leider, das ist die Kehrseite des medialen Hypes rund um den Profifußball, interessiert das offenbar zunehmend niemanden. Bereits am dritten Spieltag wird das Wort „Krise“ bemüht.  Man schaue derzeit nach Stuttgart, Schalke, Berlin oder eben Hamburg.

Gelegentlich gewinnt man den Eindruck, als erschöpfe sich der traditionelle Sportjournalismus in den ewig gleichen Ritualen. Man betrachte nur einmal die höchst oberflächlichen Fragen, die den Trainern gewöhnlich auf den PKs  gestellt werden. Tatsächliche Sachkunde, ein tieferes Verständnis der Materie, sucht man in der Regel vergeblich in den Fragen. Stattdessen werden mehr oder minder sinnlose Statistiken bemüht, nach des Trainers Einschätzung zur Frisur seines Spielers X gefragt, oder man fragt eben, ob Trainer Y meint, dass er am kommenden Samstag noch immer auf der Bank seines Vereins sitzen wird.

Slomka und die sportliche Leitung des HSV haben sich unter dem Eindruck einer einmal mehr miserablen Leistung der alten Formation zu einem radikalen Neuanfang mit neuen Spielern entschlossen. Nun bleibt nichts, als dieser neu formierten Mannschaft ein Mindestmaß an Zeit zu gewähren, damit sich die Spieler tatsächlich auch als Mannschaft finden können. Wer glaubt, dies sei allein durch das gemeinsame Training gewährleistet, der verkennt den Unterschied zwischen Training und Wettkampfsituation. Realistisch erscheint mir die Annahme, dass dieser Prozess mehrere Wochen wenn nicht gar bis zur Winterpause benötigt, bevor man tatsächlich einigermaßen verlässliche Aussagen über das Leistungsvermögen des neu gestalteten Kaders treffen kann. Mich interessiert daher ab sofort weniger, was an den ersten beiden Spieltagen geschehen ist. Noch weniger interessiert mich die saisonübergreifende Statistik, mit der die üblichen Medien „vorrechnen“, wie viele Spiele der HSV nun  schon ohne Sieg geblieben ist. Was für mich zählt, ist seit gestern die Entwicklung der kommenden Wochen und Monate.

Bedauerlicherweise wird man die beiden kommenden Gegner, Bayern und M’Gladbach, als klar favorisiert im Vergleich mit dem HSV sehen müssen. Zwei weitere Niederlagen sind also leicht vorstellbar. Für mich besteht aber zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison kein Anlass zu Pessimismus oder gar Aktionismus. Man schaue bspw. Richtung SC Freiburg. Dort sah man in der letzten Saison lange wie ein sicherer Absteiger aus, widerstand jedoch allem Krisen-Gerede und jeglicher medial befeuerten Trainer-Diskussion. Warum? Nicht zu letzt, weil man in Freiburg zum Glück realistisch blieb. Am Ende landeten die Freiburger bekanntlich auf einem Platz, den auch der HSV in dieser Saison anstrebt, nämlich im Mittelfeld fernab jeder Abstiegsgefahr.

Natürlich ist Slomka wie jeder andere Trainer auch an Erfolgen zu messen. Schließlich ist er es, der die Mannschaft trainiert und aufstellt. Gleichwohl ist die Arbeit eines Trainers nur ein Teil dessen, was den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht. Pfosten, Latte oder Tor – dazwischen liegen mitunter Zentimeter. Diese Zentimeter lassen sich m.E. nur schwer als Beleg für gute oder weniger gute Arbeit eines Trainers heranziehen. Am Ende sind sie jedoch Teil medial verbreiteter „Statistiken“, die vermeintlich belegen, was der Konsument ohnehin bereits zu wissen glaubte: Trainer X erreicht seine Mannschaft nicht mehr. Dabei, das dürfte inzwischen hinlänglich belegt sein, führt die Mehrzahl aller Trainerwechsel keineswegs zu einer Leistungsverbesserung:

Der niederländische Ökonom Bas ter Weel fand heraus, dass die Leistung des typischen Vereins dramatisch abnimmt, bis sie in der Woche vor der Trainerentlassung nur noch 50 Prozent des Potenzials erreicht. Ab dem vierten Spiel unter dem neuen Trainer liegt die Leistung im Schnitt aber dann wieder bei 95 Prozent, die Fans sind zufrieden, im Vorstand klopft man sich auf die Schulter. Neue Besen kehren anscheinend gut. Doch auch diese schöne Theorie wird leider von der Realität umgegrätscht. Mit der Zeit pendeln sich die Leistungen wieder am Mittelwert ein: ter Weel verglich die Daten der Clubs, die ihren Trainer entließen, mit denen, die ähnlich schlecht spielten, den Trainer aber nicht auf die Straße setzten. Interessanterweise erholten sich die Leistungen dieser Kontrollgruppe auch ohne Trainerwechsel – mindestens genauso stark wie die der Vereine, die den Coach feuerten. Die Ergebnisse korrigieren sich nach einer Zeit von selbst, weil verletzte Spieler wieder spielen, Schüsse nicht mehr am Pfosten landen, das Glück zurückkehrt. Statistisch gesagt: Es gibt eine Regression zur Mitte. Die Entlassung eines Trainers ist kein Allheilmittel, sondern eine teure Illusion. (Chris Anderson im Zeit-Magazin : http://www.zeit.de/zeit-magazin/2014/35/fussball-fragen-spieler-antworten/seite-2)

Oft genug scheint mir nur das Prinzip Hoffnung zu regieren, wenn eine öffentliche Trainer-Diskussion beginnt. Dass Fans so reagieren, verstehe ich durchaus. Eine sportliche Leitung aber, die darf sich in ihren Entscheidungen nicht von Emotionen treiben lassen, egal wie nachvollziehbar sie auch erscheinen mögen.

Natürlich, bisher ist wenig zu sehen von einer neuen Spielidee unter Slomka. Bisher aber musste er auch weitestgehend mit unverändertem Personal spielen lassen. Das war, das sei mit Nachdruck in Erinnerung gerufen, mehr oder minder der Kader, an dem vor ihm bereits Fink und van Marwijk gescheitert sind. Alle Behauptungen, mit einem Thomas Tuchel etwa würde zwingend alles besser beim HSV, fußen, bei allem Respekt vor Tuchel, überwiegend auf dem Prinzip Hoffnung. Diejenigen, die z.B. Tuchel jetzt zunehmend vehement fordern, sind übrigens oft genug identisch mit denjenigen, die vor Monaten ganz sicher zu wissen glaubten, dass Magath ein Erfolgsgarant sei. Wer es mit den Fakten statt dem Glauben hält, der schaue hingegen mal, wenn er/sie es nicht ohnehin weiß,  wo sich Fulham FC derzeit befindet…

Neue Spieler bilden nicht sofort eine neue, funktionierende Mannschaft. Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel. Das gilt auch für den HSV. Entscheidend bleibt für mich in den nächsten Wochen also, ob Fortschritte im Gesamtprozess erkennbar sind. Ansätze dafür meine ich gesehen zu haben. Stieber hatte einige gute Aktionen, gleiches gilt auch für Holtby. Müller ließ zumindest bei seiner großen Torchance erahnen, wozu er mit etwas mehr Spielpraxis in der Lage ist. Zwischen Cléber und Djourou stimmte unter Druck gelegentlich noch nicht die Abstimmung, aber auch das wird sich sicherlich mit mehr gemeinsamer Spielpraxis verbessern. Für einen ersten Einsatz fand ich Clébers Auftritt jedenfalls durchaus in Ordnung. Green, so schien mir, braucht möglicherweise noch etwas länger, um sich vollständig zu akklimatisieren, aber da könnte ich mich auch irren. Überhaupt ist es m.E. viel zu früh für definitive Einschätzungen. Soweit es mich betrifft, gilt dies auch für die Trainerfrage.

Eins sollte sich jedoch tunlichst nicht wiederholen, und das ist ein vollkommen blutleerer Auftritt wie gegen den SC Paderborn. Aber auch in Sachen Einsatzwillen meine ich gegen Hannover 96 eine andere Mannschaft gesehen zu haben. Auch wenn es aus Fan-Sicht angesichts fortwährender Enttäuschungen inzwischen fast als Zumutung erscheint – Geduld bleibt weiterhin gefragt in Hamburg.

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