Douglas Santos

Das Niedrigwasser beim Elbeduell legt Grundsätzliches frei

Das Beste aus Hamburger Sicht nach der gestrigen Partie gegen die SG Dynamo Dresden vorweg: Der HSV gewann sein Heimspiel mit 1:0 (0:0) und bleibt mit nunmehr 43 Punkten und einem Torverhältnis von 28:22 (+6) Tabellenführer der 2. Bundesliga.

Hoch verdienter Erfolg oder glücklich?

Beides, die nackten Zahlen als auch auch der Spielverlauf, nötigt mich zu einem kritischen Blick. Man darf diesen Sieg aufgrund der über weite Strecken vom HSV dominant und abgeklärt geführten Begegnung mit einiger Berechtigung als verdient bezeichen. Aufgrund des späten Zeitpunkts des Siegtreffers (84.) durch Holtby, sowie der Art und Weise seines Zustandekommens als Folge gleich mehrerer, kapitaler Fehler der gegnerischen Abwehr könnte man jedoch ebenfalls behaupten, der HSV habe am Ende doch glücklich gewonnen. Wie die Begegnung verlaufen wäre, hätte Pollersbeck in der 52. Minute nicht gegen den allein auf ihn zustürmenden Koné famos pariert, kann ebenfalls nachdenklich stimmen. Denn das Hamburger Publikum fing gerade merklich damit an, angesichts des oft uninspiriert wirkenden Offensivspiels seiner Mannnschaft hörbar seinen Unmut zu bekunden. Ob es dem HSV unter diesen Umständen gelungen wäre, gegen über weite Strecken sehr dizipliniert und geschlossen verteidigende Dresdner einen Rückstand zu egalisieren und am Ende sogar den Platz als Sieger zu verlassen, das kann man mindestens bezweifeln. Ob also verdient oder glücklich, man ist meiner Meinung nach bei aller Freude über den Sieg und die Tabellenführung gut beraten, tunlichst nicht die Augen vor den immer deutlicher zutage tretenden Mängeln zu verschließen.

Gideon Jung als Rechtsverteidiger

Trainer Hannes Wolf hatte sich für Gideon Jung als Ersatz für den rotgesperrten Sakai entschieden. Damit besetzte ein gelernter Innenverteidiger/Sechser die Position des Rechtsverteidigers. Ich war vor dem Spiel skeptisch, ob dies die richtige Entscheidung war und fühle mich, um dies vorweg zu nehmen, trotz des erfolgreichen Ausgangs aus Hamburger Sicht, keineswegs eines Besseren belehrt. Die Befürworter dieser Idee argumentierten, dass die Außenverteidiger unter Wolf ohnehin weit nach innen Richtung Spielfeldmitte einrücken, und Wolf selbst rechtfertigte seine Entscheidung im Vorfeld mit Hinweis auf die durch Jung verbesserte durchschnittliche Körpergröße seiner Mannschaft und die damit einhergehenden besseren Erfolgschancen bei Kopfballduellen.

Tatsächlich war zu beobachten, dass Jung bei eigenem Ballbesitz weit nach vorn aufrückte und teils neben Mangala als zweiter Sechser, öfter jedoch sogar noch offensiver im Achter-Raum agierte. Damit war er eine zusätzliche Anspieloption im vorderen Mittelfeld gegen eine Dresdner Mannschaft, die zu Beginn der Partie ca. 5 Meter hinter der Mittellinie in der eigenen Spielhälfte ihre erste Defensivreihe positionierte, während ihre zweite Reihe ca. 20 Meter dahinter vorgeschoben spielte. Damit verengten die Spieler der SGD über weite Strecken erfolgreich die bespielbaren Räume und hielten so den angreifenden HSV meist fern vom letzten Spielfeldrittel und damit außerhalb der gefährlichen Zone rund um und innerhalb des Strafraums.

Bei den Gegenstößen nach Ballverlusten des HSV wurde jedoch rasch offensichtlich, dass die große Mehrzahlt aller gefährlichen Situationen der Gäste über den rechten Flügel des HSV initiiert wurden. Weder ist Jung dribbelstark genug für ein Offensivspiel auf der Außenbahn, noch hatte er die Geschwindigkeit, um von seiner hohen Achterposition schnell genug die zwangsläufig entstehende Lücke im hinteren rechten Bereich zu zulaufen. In einigen Situationen konnte man ihm auch die mangelnde Erfahrung auf der Position deutlich anmerken. Mindestens einmal erfasste er eine Situation in senem Rücken deutlich später als ein geschulter Rechtsverteidiger, was prompt zu einer sehr gefährlichen Situation vor dem Gehäuse des HSV führte. Diese blieb, wie fast alle anderen, folgenlos, was aber allein der gestrigen Abschlussschwäche der Gäste zu verdanken ist.

Ballzirkulation. Wieder keine Pointe.

Man kann mit einiger Berechtigung den HSV dafür loben, dass er auf der Suche nach der Lücke im Defensivverbund der Dresdner den Ball geduldig zirkulieren ließ. Auch das ist schließlich ein Ausdruck von Reife. Man kann ihn auch dafür loben, dass er (meist nach langen Diagonalpässen) einige Male erfolgreich die Freiräume auf den Flügeln fand, was prompt zu torgefährlichen Szenen führte. Doch so sehr sich Lasogga und Co auch mühten, entweder wurde der letzte Pass zu unpräzise gespielt (Jatta), oder Dynamos Torhüter Schubert parierte glänzend, oder der Schiedsricher versagte den Strafstoß nach fragwürdiger Zweikampfführung (Wahlquist an Narey). So lief der Ball zwar meist sicher durch die Hamburger Reihen, ohnedass aber aus der Dominanz tatsächliches Kapital geschlagen werden konnte. Und hier zeigt sich, das eben belegt auch die Tordifferenz eindeutig, ein grundsätzlicher Mangel: es mangelt an Geschwindigkeit bei der Ballzirkulation, es werden zu häufig freie Spieler zu lange ignoriert (van Drongelen benötigte einige Male Ewigkeiten bis er die Situation erfasste und den freien Kollegen auf Linksaußen endlich anspielte), und Jung war zwar passsicher, spielte aber in etwa so kreativ, bzw. sachlich-dröge wie ein Steuerbescheid vom Finanzamt. Holtby eroberte zwar wichtige Bälle, verlor diese aber einige Male umgehend, weil er keine Anspielstationen fand. Auch der nach einer halben Stunde erfolgte Flügelwechsel, Jatta nun über rechts, Narey über links, war gut, brachte aber nicht den Durchbruch.

Fehlende Kreativität – ein Dauerpoblem

Da Aaron Hunt leider nicht zur Verfügung stand und Wolf lange auf Ito (kam in der 76. Minute für den lange unauffällig spielenden Öczan) verzichtete, fehlte es dem Spiel des HSV nicht nur an der bereits angesprochenen Geschwindigkeit bei der Ballzirkulation sondern viel zu häufig auch an Kreativität und den daraus resultierenden Überraschungsmomenten. Wenn diese Spieler außer Form sind oder verletzungsbedingt fehlen, ein Jatta nicht nur den Gegner sondern sich selbst zu oft überrascht…, dann bleibt das Offensivspiel trotz aller individuellen Klasse und spielerischen Dominanz zu oft ungefährlich. 28 Tor belegen dies eindeutig. In Sachen Handlungsgeschwindigkeit, Präzision und Abschluss (Ito) bleibt unverändert viel, viel Luft nach oben.

Leider musste auch noch Douglas Santos in der 60. Minute mit Oberschenkelproblemen das Feld verlassen. Damit fehlte dem Hamburger Spiel zusätzlich nun der fußballerisch eindeutig beste Spieler. Er wurde von Wolf durch Vagnoman ersetzt. Dadurch wurde meine taktische Überlegung, Jung als Rechtsverteidiger zu erlösen und stattdessen eben durch Vagnoman die rechte Außenbahn tatsächlich zu doppeln, hinfällig. Meines Erachtens hätte diese Variante den Vorzug gehabt, dass das Spielfeld gegen die kompakte Abwehr der Dresdner „breiter“ geworden wäre und beide Flügel gleichwertig mit Tempo besetzt gewesen wären. Dennn auch das war zu beobachten: Den Gästen gelang es immer wieder, das Spiel des HSV fast zum Stillstand zu bringen. Ein Douglas Santos, gleich wie weit die Außenverteidiger einrücken, schaltete sich immer wieder dynamisch ins Offensivspiel ein, ein Jung kann dies eben nicht.

Entscheidung kurz vor Schleusenschließung

Mit zunehmender Spieldauer vor allem in der zweiten Hälfte konnte der HSV die wie eingangs erwähnt hoch stehende Abwehr der Gäste immer weiter zurückdrängen und unter Druck setzen. Kurz vor Spielende (84.) kam es dann zu einer folgenschweren Verkettung gleich mehrerer fataler Fehler: Dresdens Wahlquist spielt ohne Not, da ohne wirklichen Gegnerdruck aus kurzer Entfernung an der eigenen Strafraumgrenze stehend zu seinem Torhüter Schubert, dem der aufspringende Ball zunächst durch die Bein rutschte. Sein folgender Befreiungsschlag durch die Mitte traf aus Hamburger Sicht glücklicherweise den anstürmenden Holtby, der sich sofort gedankenschnell um die eigene Achse drehte und den Ball neben dem linken Pfosten zum Siegtreffer im Tor der SGD unterbrachte.

Dass auch noch Jann-Fiete Arp eingewechselt wurde (84., für Jatta), blieb ohne Auswirkungen auf das Spiel. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang nur, dass ihn das heimische Publikum bei seiner Einwechselung nach dem völlig unnötigen jüngsten Theater um seine Vertragslage ohne jegliche Pfiffe empfing und in gewohnter Manier feierte.

Fazit: Der HSV bleibt der große Minimalist oder, wenn man so will, effektiv. Weder der Sieg noch die Tabellenführung dürfen über die Schwächen hinwegtäuschen. Tatsächlich souverän ist die Mannschaft (noch) nicht. Wer so wenig Tore schießt, für den bleibt fast jede Partie bis zu ihrem jeweiligen Ende eine Zitterpartie. Will man am Ende aufsteigen, sollte sich hier zukünftig eine Verbesserung nachweisen lassen.

Mannschaftsaufstellung: Pollersbeck, Jung, Bates, van Drongelen, Douglas Santos (ab 60. Vagnoman), Mangala, Holtby, Narey, Özcan (ab.76. Ito), Jatta (ab 84. Arp), Lasogga

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück). Nicht fehlerfrei. Sicher kein Heimschiedsrichter.

Guckst Du Gregoritsch

Da ha’m wir es wieder, war doch klar, nä?! Kaum hat der HSV den Gregoritsch zum FC Augsburg abgegeben, da trifft der dort nach Belieben. Die sind aber auch zu blöd, die Verantwortlichen des HSV.

Und dann den André Hahn geholt. Für 6+X Millionen. Viel zu teuer! Hat bisher eher performt wie `n Hähnchen, sag ich Dir. Was hätte man nicht alles mit der Kohle anfangen können! Und vom Berater haben die sich auch noch über den Tisch ziehen lassen, ist doch klar. Typisch HSV, von nix ’ne Ahnung.

Und der Trainer erst, dieser Gisdol. Wenn ich den schon sehe! Das soll Fußball sein, Alta?! Erste Bundesliga? Das ich nicht lache! Sagt auch der Sammer. Und der kennt sich aus.  Wirst Du nicht bestreiten wollen, oder?! In Wahrheit ist doch nichts besser geworden unter dem, keine Handschrift, nur Gurkengepöhle. Gegen Freiburg, ey!

Und über allem schweben diese Jacketkronen. Dieses sympathische Grinsen eines Haifischs von Investor. Mit dem möchte man sich nicht unbedingt spontan auf eine Tasse Kaffee zusammensetzen. Da gefriert der Kaffee doch in der Tasse! Der zieht in Wahrheit die Strippen. Kennt man doch. Von wegen die Politiker – Rockefeller und die anderen Großkapitalisten, die regieren die Welt. und jetzt auch noch den HSV – is‘ doch offensichtlich.

Und schon wieder gegen den Abstieg, siehste doch! Also bitte, denen hilft nur die 2. Liga, damit die endlich aufwachen und sehen was los ist, diese Spinner.

Es gäbe eine überzogene, fatale Anspruchshaltung rund um den HSV, diagnostizierte jüngst der @SvenGZ (Twitter) in einem lesenswerten Blogeintrag: http://zwergenwerke.blogspot.de/
Ich stimme ihm ausdrücklich zu.

Mit dem HSV kann man Aufmerksamkeit erzeugen. Das funktioniert immer. Für den Boulevard und seine Experten-Darsteller allemal. Jeder kann, jeder darf. Je heftiger druff geschlagen desto besser. Schärft das eigene Profil und sorgt zudem regelmäßig für Lacher. Kann man fast nichts verkehrt machen.

Doch, kann man, behaupte ich. Sogar eine ganze Menge.

Da wäre beispielsweise die Beurteilung der gegenwärtigen sportlichen Lage.  Die erste Frage, die hier zu stellen wäre: welchen Bewertungszeitraum wähle ich, um die sportliche Lage zu beurteilen? Die letzten insgesamt erfolglosen 30 Jahre? Die letzten 8 meist desaströsen Jahre? Dann ist es natürlich ein einziges fortwährendes Elend. Aber das ergibt in meinen Augen keinen Sinn. Im Gegenteil! Es verführt gerade zu Fehleinschätzungen. Denn Kader und Spielanlage haben sich viel zu stark verändert.

Beginnen wir stattdessen mit Labbadias Endphase. Damals stagnierte die Mannschaft nicht nur erkennbar spielerisch sondern sie war kaum noch in der Lage, Tore zu erzielen. Und Heimsiege? Konnte man mit der Lupe suchen. Ist gar nicht so lange her. Dann übernahm Markus Gisdol eine offensichtlich total verunsicherte Truppe. Nach fünf Spielen ohne nennenswerte Resultate begann die tabellarisch scheinbar hoffnungslos abgeschlagene Mannschaft zu punkten. 1,7 Punkte und 1,8 Tore im Durchschnitt unter seiner Leitung bis kurz nach der Winterpause, wenn ich nicht schwer irre. War nicht schön anzusehen, der Fußball, keine Frage!, aber wenigstens relativ erfolgreich. Und wen kümmert Schönheit wenn es ums nackte Überleben geht?!

Dann fielen zu Beginn der Rückrunde Nicolai Müller und kurz darauf auch noch Hunt verletzt aus. Ein Spieler, der diese Situation als Chance hätte nutzen können, hieß? Michael Gregoritsch! Hat er aber nicht. Fakt. Muss dann wohl der berüchtigte HSV-Elbe-Virus gewesen sein, oder? Weiß man doch: Beim HSV werden sie alle schlechter, nä?

Nein, so einfach ist das eben nicht!

Gregoritsch spielte beim HSV damals meist auf der linken Außenbahn, nur fehlten ihm die Antrittsschnelligkeit und die dort benötigten Fähigkeiten im eins gegen eins auf engstem Raum, die ein Kostic mit- und einbringt. Oder er kam im zentralen offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Nur fehlte ihm dort die Qualität eines Aaron Hunt, ein Spiel lesen zu können und ggf. den tödlichen, den letzten Pass spielen zu können. „Gregerl“ hat andere Qualitäten. Gregoritsch ist vermutlich nicht nur in meinen Augen in erster Linie ein Abschluss-Spieler, eher kein Vorbereiter. Das Problem seinerzeit war, dass die Position des Mittelstürmers mehrfach überbesetzt war.  Wood schien gesetzt und mit seinem Profil besser zur gisdol’schen Spielanlage zu passen, die weitestgehend auf einen kontrollierten Spielaufbau verzichtete und stattdessen auf schnelle Balleroberung setzte. Auf der Payroll stand zudem noch Pierre-Michel Lasogga, der ebenfalls abschlussstarke Luca Waldschmidt und im Hintergrund scharrten Talente wie Knöll und vor allem Arp bereits mit den Hufen. Die Entscheidung, Gregoritsch abzugeben, war keine gegen das Talent des Spielers, sie war eine strategische! Allenfalls könnte man der sportlichen Leitung nachträglich vorwerfen, dass man es nie mit Gregoritsch in vorderster Rolle (in den letzten Spielen von Arp eingenommen) und Wood dahinter versucht hat. Aber selbst wenn man diesen Vorwurf erheben würde – wo hätte dann beispielsweise ein Waldschmidt auch nur ansatzweise eine realistische, glaubhafte Perspektive sehen können? Und was wäre mit Arp, dem nun so hoch gepriesenen? Nein, wenn man die Causa Gregoritsch nüchtern und nicht von seinem momentanen Lauf geblendet betrachtet, dann belegt sie m.E. , dass der Verein endlich zielgerichtet und systematisch-strategisch vorgeht anstatt Spieler fast wahllos zusammenzukaufen, nur weil die Gelegenheit gerade günstig erschien.

André Hahn ist auch so ein Fall vorschneller und wenig sachkundiger Bewertung. Kaum ist ein neuer Spieler beim HSV und performt nicht sofort auf höchstem Niveau, da meinen Viele zu wissen, dass dessen Verpflichtung eine rein Schnapsidee gewesen sein müsse.  Die vorangegangene Saison hatte aber eindringlich aufgezeigt (s.o.), dass es bei einem Ausfall Müllers an Tempo auf der rechten Außenbahn mangelte. Hahn ist ein schneller Offensiv-Spieler. Einer, den man bedenkenlos auch neben Wood als Doppelspitze aufbieten könnte. Einer, der nicht so sehr von einem überragenden Talent zehrt sondern sich vieles hart erarbeitet hat. Um es auf eine einfache, prägnante Formel zu bringen: Lieber einen Charakterspieler wie Hahn als zwei abgehobene, vermeintliche Jahrhundert-Talente wie Halilovic oder Green in der Mannschaft. Und was Hahns bisherige Leistungen angeht – wann wollen wir endlich neuen Spielern eine angemessene Zeit geben, um sich beim HSV zu akklimatisieren? Es ist immer das Gleiche: Rudnevs? Kaputt geschrieben schon vor dem ersten Pflichtspiel. Rincon? Dito. Nicolai Müller war auch bereits als Oberpfeife und Fehleinkauf verschrien ( – aktuell fehlt er sehr!). Santos bringt es nicht; Walace ist (defensiv) bundesligauntauglich und wird auch nie tauglich werden; Mathenia ein reiner Fliegenfänger; Pollersbeck eine faule Sau.  Die Liste derer, die angebliche Inkompetenz des HSV belegen, ließe sich ins unendliche fortsetzen. Freunde, ich bin es leid, ich habe das so satt!

Ja, der HSV hat in den letzten Jahren vieles verkehrt gemacht. Er hat unzählige Male getäuscht und enttäuscht. Aber der „Lauf“, den Sammer dem HSV im Zusammenhang mit dem Spiel gegen den SC Freiburg unterstellte, den gibt es objektiv nicht, wie Sven zutreffend argumentiert. Dieser Lauf existiert allein in Sammers Kopf, und er belegt im Übrigen, dass auch ein echter Experte gelegentlich schwer irren kann.

Nach dem zwischenzeitlichen Ausfall der kompletten offensiven Mittelfeldreihe (Kostic, Hunt, Müller) und den daraufhin ausbleibenden Resultaten, befindet sich der HSV gegenwärtig in einer Phase der Konsolidierung. Und selbst die größten Talente, wie etwa Arp oder die ebenfalls noch jungen Ito und Jung machen Fehler. Das ist normal. Auch dort ist beileibe nicht alles Gold was durch den Boulevard auf Hochglanz poliert wird. Man muss nur genau hinsehen.

Der HSV entwickelt sich und seine Talente. Das benötigt Zeit und Vertrauen, keinen zusätzlichen Druck von außen. Der ist in der Bundesliga ohnehin immer vorhanden. Es sind die Kritiker, die gegenwärtig mehr Inkompetenz offenbaren als der HSV.