Holtby

Der HSV, Holtby und ein Märchen (Ein Kommentar)

Gestern teilte der HSV mit, dass man Lewis Holtby kein Angebot zur Vertragsverlängerung unterbreitet habe, da man ab Sommer sportlich ohne den Spieler plane. Dass diese Entscheidung (schon) jetzt öffentlich gemacht wird, begründete Sportvorstand Becker mit den langjährigen Verdiensten des Spielers, dem man so früh die Möglichkeit eröffnet habe, seine Zukunft nach dem Ende dieser Saison zu gestalten.

Im Grunde ein ganz normaler Vorgang. Ein Vertrag läuft aus, weil ein Vertragspartner, der HSV, ihn nicht verlängern will. Das mag den anderen Vertragspartner, den Spieler Holtby enttäuschen, der möglicherweise – wir wissen dies nicht! – seinerseits zu einer Vertragsverlängerung bereit gewesen wäre.

Man darf begründet annehmen, dass sich Lewis Holtby mit dem HSV voll identifiziert hat, denn andernfalls wäre er vermutlich nicht freiwillig mit in die 2. Liga gegangen und hätte ganz nebenbei erhebliche Gehaltseinbußen vor der aktuellen Saison hingenommen. Ob der Spieler vorher überbezahlt war, ist eine nachvollziehbare legitime Meinung/Wertung, ändert aber rein gar nichts an der Tatsache, dass Holtby nach dem Abstieg mit großer Wahrscheinlichkeit sportlich reizvollere Alternativen, ob nun in der Bundesliga oder im Ausland, vorlagen. Daraus und auch aus seinem inzwischen fünfjährigen Engagement beim HSV schlussfolgere ich, dass sich Hamburg längst zum Lebensmittelpunkt Holtbys entwickelte, er sich also auch privat in dieser Stadt wohlfühlt. Angesichts der allseits bekannten angespannten finanziellen Lage des HSV wird ihn die nun verkündete Entscheidung nicht gänzlich unerwartet getroffen haben. Ich vermute, er hätte auch weiterhin gern seinen Lebensmittelpunkt in Hamburg gehabt, sicher aber nicht um jeden Preis.

Jedem halbwegs vernunftbegabten und erfahrenen Profi-Fußballer, also auch Lewis Holtby, ist bewusst, wie schnell sich Karrieren verändern können. Sei es durch schwere Verletzungen, Transfers, Trainerentscheidungen, oder weil der Verein sportlich anders plant. Dies sind nun einmal die allgemeinen Spielregeln, das generelle Risiko, in welches jeder Profi zu Beginn seiner Karriere einwilligt.

Aber der Zeitpunkt…?!

Dass sich ein enttäuschter Lewis Holtby nun im letzten Drittel der Saison hängenließe, halte ich für ziemlich abwegig. Dagegen spricht für mich zunächst der Eindruck, den ich über die Jahre von ihm gewonnen habe. Gerade er wirkte als Mensch durchweg optimistisch und fröhlich. Warum also sollte er jetzt in eine depressive und leistungsverweigernde Haltung verfallen? Abgesehen davon: Ließe er sich ab sofort hängen, er würde sich zu vorderst selbst schaden. Denn Wolf wäre dann genötigt, ihn dauerhaft auf die Bank oder gar die Tribüne zu verbannen. Dort aber, die meisten Verträge sind längst leistungsorientiert gestaffelt, sinkt nicht nur das Einkommen deutlich spürbar, sondern er würde als Dauergast ausgerechnet zu dem Zeitpunkt seiner Karriere für andere Vereine uninteressanter, an dem er, bzw. sein Berater nun einen neuen Arbeitgeber suchen muss. Zudem halte ich es für eine verzerrte Vorstellung im Hinblick auf Leistungsmotivation, dass diese bei einem Profisportler vollkommen ein- und zusammenbricht, nur weil die berufliche Zukunft ab dem Zeitpunkt X nicht geklärt ist. Gerade eine Frohnatur wie Holtby wird sich deswegen ganz sicher nicht den Spaß am Fußball, im Spiel, Training oder im Umgang mit den Kollegen nehmen lassen. Und ich erwarte von einem Teamplayer wie ihm, dass er seine Zeit beim HSV mit dem Erreichen des Wiederaufstiegs erfolgreich abschließen möchte.

Versuch einer Einordnung

Sowohl aus sportlichen als auch aus finanziellen Erwägungen finde ich die Entscheidung des HSV nachvollziehbar. Zweifelhaft ist bereits, was ggf. eine Vertragsverlängerung Holtbys finanziell für den HSV bedeutet hätte. Denn üblicherweise werden erhebliche Handgelder verlangt und bezahlt. Insofern ist nicht nur das Gehalt selbst ins Kalkül zu ziehen.

Sportlich lief es für Holtby beim HSV durchwachsen. Auf gute Phasen folgten schwache. Längere Zeit Stammspieler erschien er zwischenzeitlich bereits gänzlich aussortiert und retour. All dies nicht im Rahmen als normal zu erwartender Formschwankungen, sondern auch ganz offensichtlich in Abhängigkeit von der Spielidee wechselnder Trainer. Läuferisch gehörte er immer zu den fleißigsten Spielern des Teams, und auch für die Stimmung in der Kabine erscheint er mir aufgrund seiner positiven Grundhaltung von erheblichem Einfluss. Kritisch sehe ich aber andere Punkte: Für einen „Sechser“ ist er nach meinen Vorstellungen zu klein und zu wenig Stratege. Als zentral-offensivem Mittelfeldspieler fehlt es ihm m.E. an Kreativität. Am besten und stärksten ist er als „Achter“, als zentraler Mittelfeldspieler im linken Halbraum. Dort schließt er durch sein hohes läuferisches Potenzial die Lücken und überzeugt durch seine gute Ballbehandlung. Aber er ist eben mehr Arbeitsbiene und abhängig von anderen Schlüsselspielern (bspw. aktuell von Mangala, Douglas Santos und Hunt), keiner der das Spiel des Teams wirklich prägt. Ohne Özcan vorschnell in den Himmel zu loben, erscheint es mir, als habe dieser ihm schon fast den Rang abgelaufen.

Da aus meiner Sicht ein Verbleib von Mangala über die laufende Saison hinaus absolut ausgeschlosen ist, hielt sich zuletzt das Gerücht, der HSV habe Interesse am Kieler Kinsombi. Dieser wäre mit 1, 84 m auch nicht der von mir gewünschte Riese im Mittelfeld, ist körperlich aber dennoch ein anderes Kaliber und hat bei Holstein auch durch seine Dynamik nachhaltig überzeugen können. Wenn Becker, Mutzel, Spors und Wolf zu der sportlichen Bewertung gekommen sind, dass sie zukünftig das Mittelfeld anders nämlich ohne Holtby besetzen wollen, dann erscheint mir dies angesichts der zu langsamen Ballzirkulation, der mangelnden Kreativität und auch dem Mangel an körperlicher Durchsetzungskraft legitim und verständlich. Holtby ist nicht der Schuldige am oft ernüchternden Spiel des HSV, aber es ist ein Teil dessen. Menschlich mag man den Abgang Holtbys also bedauern, aber es bleibt abzuwarten, wer stattdessen zukünftig im Mittelfeld aufläuft und wie sich das auf den Gesamteindruck auswirkt.

Das Hamburger Abendblatt läuft (wieder einmal) journalistisch Amok


Susi‏ @Susi_1887 22. März
Alles Gute für deine Zukunft, Lewis und danke, dass du nach dem Abstieg geblieben bist, das war nicht selbstverständlich

Eine abschließende Bemerkung zu den Presseartikeln in diesem Zusammenhang: An Holtby haben sich schon seit längerem die Geister geschieden. Wer aber aus u.a. einer verdienten Danksagung an den Spieler (s.o.) und einer einseitig selektiven Auswahl von Reaktionen in den Sozialen Medien einen angeblichen „Fanaufstand“ wie das Abendblatt konstruiert, der läuft selbst journalistisch Amok und ist nicht ganz bei Trost! Es dürften sich für fast jeden Spieler positive und deutlich negative Stimmen im Netz finden lassen. Die einen halten bspw. Jatta für einen „Leichtathleten“, der angeblich die „Sportart verfehlt“ hat und schwere taktische Defizite aufweist, andere bewerten ihn und seine Entwicklung (so auch ich) deutlich positiver. Mit nahezu absoluter Sicherheit aber wird niemand eine Mahnwache vor der Geschäftsstelle für Holtby initiieren, es wird seinetwegen keine massenhaften Vereinsaustritte, Kündigungen von Dauerkarten und Logen oder Protest-Fanmärsche geben. Die Fanrevolte, sie gibt es nicht, warum auch?!, sie ist eine reine faktenfreie Erfindung.

Bleiben wird für die meisten Anhänger des HSV ab Sommer die Erinnerung an einen sympathischen Spieler, zu dem man begründet geteilter Meinung sein darf. Bleiben wird hoffentlich auch die erneut vertiefte Erkenntnis, auf welch erbärmlichen journalistischen Niveau sich nicht nur die Hamburger Tagespresse in Zusammenhang mit dem HSV regelmäßig seit Jahren bewegt.

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Der SV Darmstadt 98 erteilt dem HSV eine bittere Lektion

HSV – SV Darmstadt 98 2:3 (2:0)

Der HSV begann sein Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 in der von mir prinzipiell erwarteten Aufstellung. Jatta kehrte gegen den körperlich robusten Gegner in die Startelf zurück, und Özcan übernahm die Position des leider erneut länger ausfallenden Aaron Hunt im zentralen offensiven Mittelfeld. Lewis Holtby musste sich also zunächst wieder mit einem Platz auf der Bank begnügen. Doch wie heißt es so schön? „Never change a winning team!“ In der taktischen Formation begann der HSV somit erneut in einem 4-2-3-1. Mangala und Janjicic bildeten die Doppelsechs, wobei Mangala erneut deren linken Part bildete. Sofern die Hamburger ballorientiert nach rechts verschoben, rückte der zunächst auf linksaußen beginnende Jatta auf halblinks ein, während der offensivstarke Linskverteidiger Douglas Santos dann die Breite auf der linken Außenbahn herstellte.

Die Darmstädter ihrerseits spielten im Wechsel aus einem 4-4-1-1, bzw. 4-4-2.

Auftakt nach Maß aus Hamburger Sicht

Die Hamburger knüpften zu Beginn der Begegnung nahtlos an die gute Leistung aus dem vorangegangenen Derby an und waren das zunächst in allen Belangen eindeutig überlegene Team. Die Angriffe wurden zielstrebig vorgetragen und wurde ein Ball verloren, so ging man konsequent ins Gegenpressing über. Meist konnten die Hamburger den Ball dann unverzüglich und scheinbar fast mühelos zurückerobern. Grundsätzlich lief der Ball aber auffallend sicher durch die eigenen Reihen und so wirkten die Gäste aus Darmstadt zunächst nur wie überforderte Statisten in einer Partie, die der HSV deutlich überlegen begann.

Bereits in der 5. Spielminute gelang Bakery Jatta mit einem Kopfball aus zentraler Position vor dem Tor nach einem Freistoß von der linken Angriffsseite der Führungstreffer. Als Schiedsrichter Badstübner nach einer Viertelstunde nach einem Foul von Wittek im Strafraum an Narey auf den Punkt zeigte, und Lasogga den Strafstoß sicher zum 2:0 vollstreckte (15.), schien die bis dahin einseitige Partie zum reinen Selbstläufer für den HSV zu geraten.

Mit der deutlichen Führung im Rücken spielte der HSV nun abwartender, ohne zunächst jedoch die Kontrolle über den Spielverlauf zu verlieren. Nach 32 Minuten hatte Gäste-Coach Grammozis bereits genug gesehen und wechselte Yannick Stark für Jones. Ein Wechsel, der sich im Laufe der Begegnung auszahlen sollte. Zunächst ging es aber mit einer verdienten 2:0- Führung für den HSV in die Pause.

Die Oper ist erst vorbei, wenn die dicke Frau gesungen hat!

Nach der Halbzeit spielten die Gäste aus Darmstadt erkennbar bissiger und aggressiver. Sie pressten das Aufbauspiel des HSV nun deutlich früher und konsequenter, was, dies zeigte sich zuletzt im Spiel der Hamburger gegen die SpVgg Greuther Führt, der Hamburger Mannschaft nicht behagt. Yannick Stark stand nun auch enger am „Motor“ des Hamburger Spiels, an Mangala. In der Folge verlor das Spiel des HSV von Minute zu Minute an Sicherheit und Selbstverständlichkeit. Und da die nun vermehrt eingestreuten langen Bälle auch durch mangelhaftes Zweikampfverhalten und Stellungsspiel zunehmend zu keinen brauchbaren eigenen Angriffen führten, kam Darmstadt immer besser ins Spiel. Plötzlich gewannen die Gäste gefühlt jeden s.g. zweiten Ball, und der HSV lief der Musik wieder einmal hinterher.

In der 52. Minute hatte Sakai den Darmstädter Mehlem in seinem Rücken vollkommen aus den Augen verloren. Da van Drongelen(?) das Abseits aufhob, stand Mehlem nach dem seitenverlagernden Zuspiel plötzlich sträflich frei. Dies führte in der Folge zum Anschlusstreffer für die Gäste.

Ich hatte gehofft, dies wäre Warnung genug für den HSV gewesen. Aber die Hamburger verzettelten sich bei ihren Angriffsbemühungen, trennten sich ein ums andere Mal zu spät vom Ball (Mangala, Narey) oder brauchten gefühlte Ewigkeiten, um den freien eigenen Mann zu sehen und anzuspielen (van Drongelen, Bates, Mangala). Das Spiel der Hamburger lief nun nicht mehr flüssig, sondern nach dem Muster „Ball stoppen, schauen, passen“. Notwendig aber wäre gewesen, dass man sich vor(!) der Ballannahme im Hinblick auf Anspieloptionen orientiert, nicht erst dann, wenn man den Ball erhalten hat. So machte man es den immer selbstbewusster und mutiger attackierenden Gästen denkbar leicht, ihr eigenes Spiel durchzusetzen.

Hannes Wolf reagierte auf den Spielverlauf und brachte den trickreichen Ito für Narey. Da Ito linksaußen spielte, wechselte also Jatta auf die rechte offensive Außenbahn. Wenig später durfte auch der bis dahin fleißige Özcan duschen. Statt des jungen Türken kam nun Holtby ins Spiel. Mit beiden Wechseln versuchte Wolf vor allem dem nachlassenden offensiven Spiel seiner Mannschaft die nötigen neuen Impulse zu geben. Zunächst schien dies auch zu gelingen, aber die Hamburger verzettelten sich zu sehr in Einzelaktionen. Sie spielten fast körperlos, vergeudeten unnötig viel Zeit, oder es fehlte an Qualität im Abschluss (Jatta, Ito, Mangala), sodass beinahe ein Schuss vom Darmstädter Stark bereits zum Ausgleich geführt hätte, doch Stark scheiterte noch am Pfosten (70.).

Wolf zog nun seine letzte Option und brachte Arp für Lasogga in die Partie. Da Lasogga zuletzt viel geackert hatte und Arp für ein schnelleres Umschaltspiel der bessere Mann ist, eine aus meiner Sicht ebenfalls absolut nachvollziehbare Maßnahme (78.).

In der 82. Minute gelang Kempe mit einem direkt verwandelten Freistoß vom linken Strafraumeck der Darmstädter Angriffseite in den Torwinkel des HSV der zwischenzeitlich verdiente Ausgleichstreffer.

Angesichts der damit entrissenen drei Punkte begann die Mannschaft der Gastgeber nun erkennbar plötzlich wieder ihrerseits zu fighten. Die Mannschaft des HSV muss sich die Frage gefallen lassen: Warum erst jetzt?! Leider fehlte den eigenen Abschlüssen, obwohl gefährlich, am Ende die entscheidende Qualiät. Ein drittes Tor wollte nicht gelingen. In der Nachspielzeit lief der HSV dann mal wieder nur Begleitschutz und bekam keinen Zugriff auf den Ball, sodass Mehlem sogar noch der Siegtreffer für den SV Darmstadt 98 gelang (90+1.) Angesichts der tollen Moral der Gäste keineswegs unverdient. Vielmehr die verdiente Strafe für das Hamburger Team, dass sich des Sieges offenbar viel zu früh zu sicher wähnte.

Nach dem auch emotionalen Höhepunkt des Derbys hatte es den Anschein, als betrachteten die Hamburger aufgrund ihrer deutlichen Überlegenheit in der Anfangsphase die Restspielzeit als reine Routineaufgabe. Der Spannungsabfall insbesondere nach der Pause, und das plötzlich nach dem Ausgleichstreffer unvermittelt wieder aufflammende Engagement deuten für mich darauf hin. Der SV Darmstadt 98 erteilte der jungen Hamburger Mannschaft eine offenbar notwendige, ganz bittere Lektion: Auch ein in allen Belangen scheinbar vollkommen unterlegener Gegner ist erst nach dem Abpfiff besiegt. Wer seinen Gegner zurück ins Spiel kommen lässt, steht am Ende u.U. selbstverschudet mit leeren Händen da. Ich hoffe, die Mannschaft des HSV hat das jetzt gelernt.

Fazit: Der HSV gibt eine komfortable Zwei-Tore-Führung aus der Hand und verliert am Ende ärgerlicherweise selbstverschuldet sein Heimspiel. Gegen eigentlich schon fast(!) geschlagene Darmstädter wäre aufgrund der klaren Führung sogar eine Punkteteilung grundsätzlich zu wenig gewesen. Am Ende verschenkt das Team sogar drei Punkte. Den Hamburgern fehlte über weite Strecken der zweiten Spielhälfte jegliches Durchsetzungsvermögen, vor allem der nötige Biss in den Zweikämpfen. In der Konsequenz wurden bis auf die Schlussphase kaum noch s.g. zweite Bälle erobert und den Darmstädtern das Spiel überlassen. Aufgrund mangelnder Handlungsschnelligkeit, Übersicht und Zielstrebigkeit bei eigenen Angriffsbemühungen versäumte es der HSV, das wohl endgültig entscheidende 3:0 zu erzielen und ließ den bereits besiegt geglaubten Gegner zurück ins Spiel kommen. Die Niederlage ist nicht Schuld des Schiedsrichters, auch wenn es vor dem Siegtreffer der Gäste eigentlich einen Eckball für den HSV hätte geben müssen. Auch Wolf trägt m.E. keine Schuld, denn seine Personalwechsel erschienen mir logisch und begründet. Der eklatante Spannnungsabfall innerhalb des Teams angesichts der zwischenzeitlich beruhigenden Führung war deutlich zu bemerken. Für mich ist die Ursache eine Mischung aus einer mental ärgerlich schwachen Wettkampfführung und fehlender Reife der insgesamt eben jungen Mannschaft. Merke: „körperlos“ gewinnt man keine Spiele, auch nicht gegen einen Gegner, der bereits am Boden liegt.

Aufstellung: Pollersbeck – Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos – Janjicic, Mangala – Narey (57. Ito), Özcan (65. Holtby), Jatta – Lasogga (78. Arp)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach). Nicht fehlerfrei. Mitunter zweifelhafte Zweikampfbewertungen. Vor dem Angriff, der zum Siegtreffer Darmstadts führte, hätte es m.M.n. Eckstoß für den HSV geben müssen.